Weiter im Text, meine ersten ausführlicheren Kommentare zur Leseliste finden sich hier.
9. Solea – Jean-Claude Izzo: Der Abschluss der Marseille-Trilogie ist mir von den drei Büchern am unerträglichsten, was aber nicht herabqualifizierend gemeint sein soll. Spannend bis zuletzt, vermittelt der Krimi, der eigentlich keiner mehr ist (“Polit-Thriller” wäre angemessener) ein wie immer prächtiges und sehr kulinarisches Bild von Marseille. Urteil für die gesamte Trilogie: Empfehlenswert
10. Wie man mit einem Lachs verreist – Umberto Eco. Vor Eco wurde ich gewarnt (genauer: vor dem Foulcaultschen Pendel und dem Namen der Rose) – aber dieses kleine Büchlein, das auch teilweise auch in Deutschland erschienenen Kolumnen besteht ist mehr als unterhaltsam. Teilweise musste ich mich von Mitfahrern im Bus böse anblicken lassen, weil ich ein Lachen nicht unterdrücken konnte. Die gesellschaftskritische Abhandlung gegen Ende des Buches war mir dann allerdings doch zu heftig. Dennoch: Empfehlenswert
11. Ungeschoren – Arne Dahl: Die Geschichten rund um die schwedischen Sonderermittler haben mich im letzten Jahr in Ihren Bann gerissen. Im aktuellen Fall ermittelt die Gruppe, mittlerweile auf der Karriereleiter teils fortgeschritten, an vier unabhänigen Morden, die doch ein kleines Detail verbindet. Wie die Vorgänger hat mich dieser Krimi gefesselt – auch wenn ich die Entwicklungen im Privatleben der Protagonisten nicht durchgängig begrüße. Trotzdem: Sehr empfehlenswert! Eine ausführliche Rezension findet sich auf der Krimicouch.
12. Die Orks – Blutrache – Stan Nicholls: Wer sich jetzt über die etwas seltsame Mischung wundert: ich mag auch Fantasy – im Prinzip seit dem Moment, in dem ich als 15jähriger den Herrn der Ringe verschlungen habe. Der erste Band “Die Orks” handelt nun von einer Schar Orks, die sich voll dem Kriegshandwerk verschrieben haben. Auch der nachfolgende Band legt einen Schwerpunkt auf die Kampfhandlungen und die geschickten Schachzüge der Schwarzpelze. Allerdings muss ich warnen! Die Geschichte endet abrupt – wieder einmal hat ein deutscher Verlag eine englischsprachige Vorlage zerrupft. Besonderer Wehrmutstropfen: die letzten 50 Seiten kann man nicht wirklich genießen, weil man ahnt, dass die Geschichte nicht in diesem Buch ihr Ende findet. Keine Kaufempfehlung fürs erste – ich empfehle allen, die das Buch noch nicht gelesen haben, bis zum Erscheinen des dritten Bands zu warten!
13. Was so nicht im Lexikon steht – Brockhaus. Das war eine Toilettenlektüre – unterhaltsam, aber trotz großem Namen ein typisches Buch aus dem Bereich “unnützes Wissen”. Wer’s mag…
14. Kinder-Verwirrbuch – Ringelnatz. Neben den wirklich schrulligen Illustrationen prägen vor allem die verschwurbelteren Gedichten, Geschichten und Märchen von Ringelnatz dieses Büchlein. Unterhaltsam – empfehlenswert – und das unbedingt. Ob ich die Geschichten allerdings meinen Kindern vorlegen und lesen würde… Ich weiß nicht.
15. Die Kunst des Krieges – Sunzi. Auch eine Empfehlung aus dem SZ-Männerbuch – mir hat es gefallen, vor allem die ergänzenden historischen Hintergründe, die der Herausgeber mit in das Buch eingefügt hat. Für Liebhaber und Spezialisten…
16. Fandorin – Boris Akunin. Mein erster Akunin. Eigentlich hatte ich keine Lust auf einen russischen Autor – weswegen auch immer und habe den Band der SZ-Krimibibliothek nur notgedrungen zur Hand genommen. Und im Prinzip nicht mehr weggelegt, bis er ausgelesen war. Der Krimi zieht einen in den Bann – der junge Erast Fandorin überzeugt als durch die Geschehnisse stolpernder Held und das Ende hat in mir den dringenden Wunsch nach mehr erweckt. Wer die weiteren Gelesen! – Blogbeiträge gelesen hat, weiß, dass ich mich nicht entziehen konnte. Mehr auf der Couch – mein Fazit: Unbedingt und uneingeschränkt empfehlenswert!