Meine Toleranzschwelle, was Ekel angeht, ist nicht besonders niedrig. Über die zahlreichen Popel, die während meiner Fahrt durch den Münchner Untergrund auf dem Boden der U-Bahn landeten, mit einer gekonnten Fingerbewegung nach unten geschnippt wurden, oder die so lange zwischen den Fingern gerollt wurden, bis aus dem schleimigen Etwas, das aus der Nase kam, etwas festes, unter Umständen sogar verspeisbares geworden war, rege ich mich gar nicht auf. Abgerissen aussehende Männer, die stechend nach Alkohol rochen oder einfach ungepflegt waren, Frauen, bei denen ich die fettigen Haare beim Blick auf den hellen Scheitel einzeln zählen konnte, fand ich mittlerweile nicht mehr ekelig. Aber ihn.
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