Auch eine Folge der Klimadiskussion… Nach den aktuellen Diskussionen rund um Lebensmitteltransporte, Klimawandel, CO2-Verbrauch,… achte ich verstärkt darauf, welche Lebensmittel ich einkaufe, und woher sie kommen. Eine Empfehlung, die immer wieder formuliert wurde: Äpfel aus Deutschland oder Europa kaufen statt der Ware aus Neuseeland, die einen weiten Transportweg hinter sich hat. Das tat ich auch brav bis ich mich fragte. Woher kommen eigentlich Äpfel mit dem Herkunftsland “Deutschland” im März, April oder Mai? (Alternativ gilt dies auch für die Wintermonate). Stehen irgendwo in Deutschland riesige Gewächshäuser, in denen die Äpfel auch im Winter heranreifen?
Erste Recherchen brachten mir hierhin. Interessant für WebDesigner, aber leider nicht sehr zielführend. Nachdem mich ein Bekannter auf meine Frage hin meinte, die Äpfel würden gekühlt, wusste ich, wonach ich suchen muss. Was mit den Äpfel geschieht, konnte ich dann hier, hier und beim Stern nachlesen. Die Äpfel kommen in sogenannte CA-Lager, dort wird unter kontrollierter Atmosphäre der Reifungsprozess verlangsamt. Nun wird zwar betont, dass hierbei nur wenig Energie verbraucht wird, aber etwas stutzig bin ich schon geworden. Für mich heißt das momentan – da ich keinen Keller zur Verfügung habe – ich kann mit mittelgutem Gewissen deutsche Äpfel kaufen. Aber wenn ich über entsprechende Lagermöglichkeiten verfügen sollte, werde ich wohl auf den guten alten Winterapfel zurückgreifen. Die Lagerung im Keller, auch wenn der Apfel dann im März oder April etwas schrumpelig sein sollte, dürfte die klimaschonendste Alternative sein.