Zur Zeit kommt folgendes Szenario häufiger vor:
Es klingelt an der Tür – ich habe eine Gegensprechanlage – erwartungsfroh, denn es könnte ja ein unerwartetes Paket sein, Post, ein Bekannter oder Freund, der sich schon lange nicht mehr gemeldet hat, eile ich zur Gegensprechanlage, hebe ab und sage: “Ja?” (Ich gehöre zwar zu den Menschen, die am Telefon ihren Namen nennen und dort nicht einfach “Ja” sagen – aber meinen Namen lautstark durch die Straße zu blöken, in der ich wohne, das ist dann doch zu viel).
Antwort: “Wer ist denn da?”
Das ist die Antwort, auf die ich am wenigsten eingestellt war. Denn im Normalfall gehe ich davon aus, dass diejenige die unten steht (in der Tat haben sich diese Frage bis jetzt nur Frauen geleistet), auch weiß, an welcher Klingel sie geklingelt hat. Bei insgesamt 3 Klingelmöglichkeiten, von der auch eine eine Metzgerei ist sollte es möglich sein, die Namen richtig zu entziffern.
Beim ersten Mal war ich noch ziemlich baff – vor allem weil nach meinem Schweigen die harsche Nachfrage kam “Was machen Sie denn hier?”. Heute konnte ich bereits souverän antworten: “Ich wohne hier.”
Die Aufklärung: unter mir wohnt eine junge Frau mit Kind, die im ersten Fall auch diejenige war, die spät am Abend die Klingeln verwechselte. Sie erwartete einen weiblichen Babysitter am anderen Ende – hatte wohl ihren Schlüssel vergessen – und war zugegeben berechtigterweise beunruhigt darüber, dass nun ein Mann in ihrer Wohnung ist.
Alle anderen Frauen (insgesamt noch mal 3) – wollten auch zu ihr. Aber mitten am Tag…