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Mai
03
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Also, weiter im Text. Die heute kurz kommentierten Bücher habe ich nun schon vor einiger Zeit gelesen. Mal gucken, wie viel mein Fandorin-gefülltes Hirn noch wiedergeben kann.
17. Ich hab noch einen Toten in Berlin – Ulf Miehe: Dieser Krimi hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Zwar ist die Geschichte um ein Drehbuch, das Wirklichkeit wird, und in dessen Wirklichkeit sich die beiden Protagonisten mehr und mehr verheddern ganz gut – aber die Ausführung fand ich müde, langatmig und wenig überraschend. Wenig lesenswert.
18. Die Säulen der Erde – Ken Follet. Der Nachfolger dieses Werks macht ja gerade Furore. Ich muss zugeben, dass ich den nun ersten Band mit Genuss gelesen habe. Zum Inhalt muss ich wohl nicht all zu viel verlieren. Der eigentliche Grund, dieses Buch zu lesen war allerdings etwas banal. Ich habe das dazugehörige Brettspiel zu Weihnachten geschenkt bekommen und wollte wissen, worum es im Prinzip geht. Was man vielleicht bemängeln könnte – mit den unerwarteten Wendungen übertreibt es Follet meiner Meinung nach doch – trotz der beeindruckenden Länge des Buchs. Lesenswert.
19. Partitur des Todes – Jan Seghers. Eine ausführliche Kritik dazu findet sich u.a. bei der krimilady. Wie dort auch schon in den Kommentaren geschrieben, finde ich diesen Krimi rund um den Kommissar Marthaler im Vergleich zu den Vorgängern weniger kräftig. Man treibt durch das Buch, trotz der Brutalität der Taten und persönlicher Veränderungen beim Personal, ohne auf den Höhepunkt wirklich hinzufiebern. Ich warte deswegen nun auf den nächsten Band. Lesenswert.
20. Das Teufelsbuch – Hans Traxler. Kein literarisches Buch – aber trotz der Kürze sehr unterhaltsam. Traxler stellt die Aufgaben der verschiedenen Teufel, unterschiedlichsten Höllen (u.a. auch für Japaner) – gekonnt und mit spitzer Zeichenfeder dar. Ein wahrer Genuss und wirklich empfehlenswert!
21. Turksib – Lutz Seiler. Hier war ich etwas enttäuscht. Zwar ist der Text des Bachmannpreis-Gewinners enthalten (sowie ein kurzer weiterer Text), aber da ich schon bei der Lesung gehört hatte, das Turksib Teil eines längeren Prosatextes sei, habe ich hier auf den kompletten Text gehofft. Abzocke? Dennoch – wer den Text nicht schon anlässlich des Klagenfurter Wettbewerbs genossen hat, für den ist dieser Text ein Muss. Zu hören auch auf den Seiten des ORF. Sehr empfehlenswert übrigens auch der Preis von Peter Licht, der glücklicherweise nicht den Bachmann-Preis erhielt. Ich hatte ja versprochen, mehr zum Bachmannpreis zu schreiben – doch dazu – und zur Verknüpfung mit der Tour de France später mehr.