Eigentlich finde ich eine Handyflatrate ziemlich interessant. Und sie werde auch günstiger. Man kann lange, und ohne schlechtes Gewissen (im Hinblick auf seinen Kontostand) telefonieren. Aber: was hat das für Auswirkungen auf die Umwelt.
Ich war auf dem Weg nach Warschau (über die Erfahrungen mit Eurolines berichte ich hier später) – und am Bahnhof – ich musst mit dem Zug noch zur Bushaltestelle reisen ein Mann, Mediziner, wie es sich später herausstellte. Kurz zusammengefasst: er war noch am Donnerstag im Labor, hat dort Kulturen angelegt und ist gespannt auf das Ergebnis. Auch am Karfreitag musste er noch mal ins Labor gehen, weil sonst der Versuch verloren ist. Sein Vater (in diesem Moment begann ich über die Struktur des Labors nachzudenken – gehört es der Familie – hat der Vater seinen Sohn protégiert und an der Uni einen Job besorgt,…) wird hoffentlich zufrieden sein. Gesprächspartner hier: offensichtlich ein männlicher Verwandter – sein Bruder?.
Teil 2: Wir steigen ein, er legt auf, wählt eine neue Nummer und ruft XY an: Ich habe gerade mit Klaus telefoniert, er weiß schon – jetzt: s.o.
Teil 3: Wir halten an einem Zwischenstopp. Er legt auf. Wählt eine neue Nummer und ruft XX an – weibliche Gesprächspartnerin: Ich habe gerade mit Klaus und XY telefoniert, meine Versuche….
Ähnlich Teil 4 bis 8 – hinzu kommt: ab Gespräch 4 versucht unser Mediziner Verabredungen für seinen Aufenthalt in München (ab Samstag) zu treffen, was aber nicht gelingt. Offensichtlich haben alle Freunde schon zu tun.
Fazit? Eine Handyflatrate kann enorm nerven. Vor allem das Umfeld. Mehr Freunde gewinnt oder hält man damit aber wahrscheinlich nicht (vor allem weil man ja alle nicht-Anwesenden permanent vom Fortschritt des Abends oder des Dates berichten muss).