Freitag, 9:00 Uhr. Pünktlich. Jede Woche. Ich wohne in einer Straße, die auch als Einkaufs- oder Kneipenstraße bezeichnet werden könnte. Da achten die Anwohner und Gewerbebetriebe natürlich auf Reinlichkeit. Deswegen findet jeden Freitag, gegen 9:00 Uhr das gleiche Ritual statt. Eine Frau, ausgestattet mit Laubbläser pustet Laub (im Sommer auch: kein Laub) vom Gehweg, ein älterer Mann kehrt die letzten Reste auf. Da der “Vertrag” offensichtlich nur für den Gehweg gilt, landet das meiste auf der Straße. Wäre es nicht besser, das Laub unter den nächsten Baum zu kehren. Als Dünger – oder Rückzugsgebiet für Stadtigel? Einziges Problem: der nächste Baum steht ca. 100 Meter entfernt.