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	<title>Kernbeißer &#187; Gedicht</title>
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	<description>kurioses, kulturelles, kulinarisches - aufgeknackt</description>
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		<title>Der arme Poet</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 20:38:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>knutfinke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist ja nicht so, dass ich nur kriminaltechnisch erste Schritte gewagt habe. Folgendes Gedicht entstand anlässlich eines Literatur-Wettbewerbs, wo es sicher nicht ganz unerwartet erfolglos blieb.Ein Versuch eben. Frühling und das graue Band Das Erwachen Es räkelt sich der Stachelmann, streckt Bein um Bein, dann geht’s voran. Hinaus aus schützend Blätterkreis, die Nase hoch, es [...]]]></description>
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<p>Ist ja nicht so, dass ich nur kriminaltechnisch erste Schritte gewagt habe. Folgendes Gedicht entstand anlässlich eines Literatur-Wettbewerbs, wo es sicher nicht ganz unerwartet erfolglos blieb.Ein Versuch eben.</p>
<p><span id="more-154"></span></p>
<p><strong>Frühling und das graue Band</strong></p>
<p><em>Das Erwachen</em></p>
<p>Es räkelt sich der Stachelmann,<br />
streckt Bein um Bein, dann geht’s voran.<br />
Hinaus aus schützend Blätterkreis,<br />
die Nase hoch, es ist schon heiß.</p>
<p>Es fährt heraus der Lebemann,<br />
den roten, schwarzen, gelben Lam<br />
borghini – es ist wirklich Zeit<br />
Polieren, putzen, dann bereit.</p>
<p>Zwei Nüsse poltern leis’ herab,<br />
der Rest vom letzten Jahr wird knapp.<br />
Ein buschig’ Schwanz eilt hinterher,<br />
der Bauch wirkt knochig – nicht mehr schwer.</p>
<p>Zwei Küsse teilt ein Opa aus,<br />
dann eilt er schnell – es flieht die Maus –<br />
hinunter wo der Mini steht,<br />
der Wind ins Haar direkt ihm weht</p>
<p>Es flattert hoch der Finkenstar,<br />
wie er’s getan noch jedes Jahr<br />
Genießt die Sonne, tankt sich auf,<br />
erspäht den Igel in sei’m Lauf</p>
<p>Es klappert laut die Petra Bahr,<br />
mit Schlüsseln, Kettchen und Talar.<br />
Morgentau drückt feucht und dick,<br />
ihr ins Gesicht und ins Genick.</p>
<p><em>Das große Fressen</em></p>
<p>Schmatzend, schlürfend, Schneck’ im Maul,<br />
Igel frisst, ist nicht mehr faul.<br />
Nickt grüßend zu den Brüdern hin,<br />
trabt über Straß, nen Wurm im Sinn.</p>
<p>Hoch oben in den Lüften sieht,<br />
der Finkenstar, als ob er kniet,<br />
den dicksten, schönsten, besten Wurm.<br />
Er fegt hinab, gleich wie ein Sturm.</p>
<p>Die letzten Bröckchen noch im Zahn,<br />
springt Eichhorn polternd übern Kahn.<br />
Als plötzlich vor ihm weicht zurück,<br />
das Gras, der Wald – ein graues Stück.</p>
<p><em>Das graue Band</em></p>
<p>Kratzend, schürfend, Hand nicht faul,<br />
fährt raschen Tempos Opa Paul.<br />
Sieht links und rechts der Fahrbahn liegen,<br />
zerquetschte Tier: Maus, Spatz und Fliegen.</p>
<p>Es rumpelt, knirscht, dann ist’s vorbei,<br />
des Opas Popel ist nun frei.<br />
Doch hinter ihm bleibt platt wie Flunder,<br />
der Eichhorn liegen – rot Pullunder.</p>
<p>Eitel mit den Hüften wiegt,<br />
der Lebemann als ob er fliegt.<br />
Drückt Tachonadel auf die Seit,<br />
will hin zur Liebsten – ist schon Zeit.</p>
<p>Es zerren links und rechts am Wurm,<br />
der Igel und der Vogel Sturm.<br />
Just im Moment, er springt entzwei,<br />
fährt Mann sie platt – jetzt sind sie Brei.</p>
<p><em>Der Aufkleber</em></p>
<p>Fliegend Löckchen, gleich ein Schwan,<br />
trabt Petra hin zur grauen Bahn.<br />
Sieht hässlich breite Tiere liegen,<br />
die nicht mehr laufen, nicht mehr fliegen.</p>
<p>Da fragt sie sich, wo sind geblieben,<br />
die Zeichen, die an Autos klieben.<br />
Es streckt der Igel alle Viere –<br />
brems doch wieder – auch für Tiere!</p>
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